Schulanfänger

Kinder im letzten Jahr vor der Schule wissen und können schon sehr viel. Schulvorbereitung beginnt in unserem Haus mit dem ersten Tag des Aufenthaltes. Mit dem Älterwerden der Kinder wächst die Bereitschaft  Aufgaben zu übernehmen, selbständige zu Handeln und Freiräume im Alltag mit Freunden, zum selbstentdeckenden Lernen zu nutzen. Diesen Wünschen der Kinder können wir nur entsprechen,  mit zunehmenden Vertrauen in ihr Handeln und gleichzeitig  wachsenden Herausforderungen an sie.

Den Spagat zwischen dem Spiel, der wichtigsten Tätigkeit der Kinder und den Ängsten von Eltern, ihr Kind gut auf die Schule vorzubereiten, müssen wir Erzieher jedes Jahr aufs Neue aushalten. Je besser es uns gelingt,  Bildungsprozesse der Kinder  mit Dokumentationen, Foto, Video und in Elterngesprächen sichtbar zu machen, nicht erst im letzten Jahr vor der Schule, sondern von Anfang an, umso besser gelingt Erziehungspartnerschaft.

Das Vertrauen der Eltern in uns,  eine gute Schulvorbereitung ihres Kindes  Schritt für Schritt zu ermöglichen, entwickelt sich nicht von allein. Es muß die gesamte Kinderhauszeit hindurch immer wieder neu erarbeitet werden. Regelmäßige Entwicklungsgespräche sind dafür eine sehr gute Grundlage.

Jedes Jahr im November findet ein spezieller Elternabend zu Inhalten des letzten Kindergartenjahres statt. Die Kooperationslehrerin der Grundschule nimmt daran teil.

Besonderheiten im letzten Jahr vor der Schule:

  • Umzug in neue Räume (s. Rahmenbedingungen)
  • Wandertag
  • Waldwoche im Herbst und Frühjahr
  • Stadt und Sehenswürdigkeiten kennen lernen
  • mit Stadtplan Wohnhäuser der Kinder finden und aufsuchen,
  • Berufe von Eltern oder Bekannten erforschen
  • verkürzte Mittags- Ruhezeit (nach Absprache mit Eltern)
  • vor dem Ruhen, Treff um mit “Sprache zu spielen”
  • nach dem Ruhen Treff, um miteinander an spezifischen Projekten zu arbeiten, Feste und Feiern vorzubereiten
  • verlängerter Aufenthalt im Garten am Nachmittag
  • Abenteuerwoche im Juni mit “Zuckertütenfest” als Abschluss
  • Kleingruppenarbeit mit Themen der Kinder,  z.B.: “Mein Körper”

Unsere “Großen” können am Nachmittag schon kurz nach 14.00 Uhr im Freien spielen, um Kontakt zu Hortkindern zu ermöglichen, Fahrrad zu fahren, Spiele zu spielen, die viel Raum in Anspruch nehmen. Jüngere Kinder kommen erst später in den Garten. Sie schlafen länger und benötigen mehr Zeit zum Anziehen, Essen und in der Garderobe.